12.04.2010 - Umsetzung 60-Minuten-Takt

Aus Schulentwicklung

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Protokoll

(Gedächtnisprotokoll)


Datum: 12.04.2010

Anwesende: BO, ST, BG, WJ, TD und etwas später noch UH

Beginn: 12:45 Uhr

Ende: 13:38 Uhr


Inhaltsverzeichnis

Top 1 – 60-Minuten-Takt und Stundenplan

  • Ziel des Treffens war es, mit den Stundenplanmachern ST und BG die Machbarkeit eines 60-Minuten-Taktes zu eruieren.
  • Anhand der Vorlage des Stundenrasters der Konrad-Adenauer-Hauptschule Freienohl machten wir uns zunächst einmal ein Bild, wie die Stundentafel laut APO-SI aussieht und wie sich diese von ihrem 45-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt umrechnen lässt.

Umrechnung

  • Die Umrechnung ist komplex, jedoch machbar, urteilten die Stundenplaner. Mit Hilfe geeigneter Tabellen in einem Tabellenkalkulationsprogramm sollte sich der Aufwand deutlich reduzieren lassen.
  • Eine Umstellung auf einen 60-Minuten-Takt geht jedoch mit weiteren Veränderungen einher.
    • Da möglichst viele Kolleginnen und Kollegen zu Beginn des Unterrichtstages anwesend sein müssen, um im Förderband aktiv zu sein, ergeben sich mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich mehr Springstunden als bisher.
    • Zur Abdeckung der Stundentafel wird man auch um Nachmittagsunterricht nicht hinkommen.
    • Sollstunden der Lehrer müssen umgerechnet werden unter Berücksichtigung von Entlastungs- und Ermäßigungsstunden. Es kann so zu „krummen Werten“ wie 18,8 und ähnlich kommen.
    • Die „krummen Werte“ können durch Übermittagsaufsicht, die nur halb gerechnet wird, ausgeglichen werden, oder durch Förderunterricht in „ungerader Anzahl“.
      • Wenn in der Übernachmittagsbetreuung z.B. vermittelt wird, wie man richtig isst, so kann dieses als Unterricht gezählt und als volle Arbeitsstunde gerechnet werden.
    • Muss auch im Nachmittagsbereich Unterricht erteilt werden, sind wir laut Gesetz verpflichtet, eine Stunde Mittagspause zu machen. Damit kommen wir aber in Schwierigkeiten mit den Abfahrtszeiten der Busse. (Hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob das so stimmt? Wenn die sechste Stunde um 13:30 Uhr endet, begänne die Nachmittagsstunde um 14:30 Uhr und endete zur Abfahrtszeit der Busse um 15:30 Uhr)

Probleme

  • Größere Probleme wurden von BG vor allem wegen der Störungen des Unterrichts durch Realschüler gesehen.
    • Der Musikraum hat keine Gardinen und in der Pause würden Realschüler vor dem Fenster vorbeilaufen und damit den Unterricht deutlich stören.
    • Die beiden Fünferklassenräume an der Pausenhalle (Raum 104, 105) und der Kunstraum würden kaum nutzbar sein für Unterricht, während draußen die Realschüler in die Pause strömen.
      • Ob es möglich wäre, sie durch den Realschulausgang in die Pause zu schicken, ist nicht sicher, da wir nicht wissen, ob der Verkauf während er Pausen auch nach Fertigstellung der Cafeteria/ Mensa auf Ebene 0 weiterhin oben stattfinden wird oder nicht.
    • Während Regenpausen bleiben die Realschüler im Gebäude und damit in der Pausenhalle. In diesem Fall ist eine Beeinträchtigung des Unterrichts in den an der Pausenhalle liegenden Unterrichtsräumen nicht zu vermeiden.
    • Mit Beeinträchtigungen ist außerdem für die Achter auf Ebene 0 zu rechnen. (Wenn die Realschüler durch alle Flure laufen, wird es zu Beeinträchtigungen auf allen Ebenen kommen.)
    • Der Schulleiter gab noch einmal zu bedenken, dass die Realschule selbst auf keinen Fall zu einem 60-Minuten-Takt wechseln werde, laut Aussage von Schlabach. WJ will ihn jedoch noch einmal darauf ansprechen. Laut WJ hat sich auch der Schulträger gegen den 60-Minuten-Takt ausgesprochen.
    • WJ gab auch zu bedenken, dass sich je nach Ausgang der Wahl im Mai einiges verändern könnte und man vielleicht abwarten solle bis dahin. (Dann geht uns jedoch zu viel Zeit verloren, um das Förderband vorzubereiten.)
    • Wichtig war es WJ, die Vorarbeit der Steuergruppe zum Förderband auf keinen Fall zu verwerfen, wie schon einmal geschehen (Change).

Alternativen

  • Erörtert wurde dann die Alternative, beim 45-Minuten-Takt zu bleiben.
    • Eine Möglichkeit wäre, an das 30-Minuten-Förderband eine 60-Minuten-Stunde anzuschließen, um wieder in den Takt zu kommen. Danach schlössen sich vier reguläre 45-Minuten-Stunden an. Nachteil wäre hier allerdings, dass es verschiedener Umrechnungen für die Einhaltung der Stundentafel bedürfe.
    • Möglich wäre außerdem, komplett beim 45-Minuten-Takt zu bleiben. Man hätte statt eines 30-minüten Förderbandes eines von 45 Minuten und bliebe komplett im Takt.
    • Letztere Alternative scheint unter den gegebenen Vorraussetzungen am sinnvollsten, da man dann – wenn schon – im 45-Minuten-Takt verbleibt und unnötigen zusätzlichen Aufwand vermeidet.

Personal

  • Festgehalten wurde noch einmal, dass das Förderband ausreichend Personal zur ersten Stunde benötigt. Das kann zu mehr Springstunden führen. Zu berücksichtigen sind auf jeden Fall die Rechte der Halbtagskräfte auf ihren freien Tag. Es ist nicht davon auszugehen, dass alle von ihnen aus Idealismus darauf verzichten.
  • Für das Förderband ist es wichtig, in jeder Jahrgangsstufe mindestens einen Lehrer mehr einsetzen zu können als Klassen vorhanden sind. In den Jahrgangsstufen sollten auf jeden Fall die drei Klassenlehrer fördern. Der zusätzliche Lehrer in der Stufe soll die Gruppengrößen reduzieren und sicherstellen, dass Kollegen nicht einfach regulären Unterricht in ihrem Fach machen, wenn sie nur ihre eigene Klasse als Fördergruppe haben sollten. (Unser Förderkonzept sollte das schon durch die Mischung ausschließen.)
  • Die Stärke der Förderteams in den Jahrgängen kann von Jahrgang zu Jahrgang abweichen und sollte sich nach den Gegebenheiten richten. So wäre es vorstellbar, dass in den unteren Jahrgängen deutlich intensivere Betreuung in kleineren Gruppen notwendig ist, und dort mehr Lehrer in einem Team sind.
  • Stärkere Schüler aus den oberen Jahrgangstufen könnten gefordert werden, indem sie zumindest in einer ihrer Fördergruppen (also zweimal in der Woche) in den unteren Stufen als Förderlehrer tätig sind, ob unterstützend oder mit eigenen Gruppen müsste man sehen.
  • Personal für die Fördergruppen könnte man eventuell von der Universität gewinnen. Eine Kooperation ist anzudenken.
    • Studenten sollten morgens von 8:10 bis 8:55 Uhr Zeit haben, da die Universität so früh noch nicht anfängt.
    • Man müsste schauen, ob der Einsatz als Förderlehrer als Praktikum anerkannt werden könnte.
    • Über ein Entgelt ist nachzudenken, denn ganz ohne werden die Studenten kaum bereit sein, sich zu engagieren.
    • In der Gemeinde Wenden und um Umland sollte es genug geeignete Studenten geben.

Schlussbetrachtung

  • BG betonte noch einmal, dass ein 60-Minuten-Takt aus ihrer Sicht sehr wünschenswert wäre, schon aus Gründen der Lehrergesundheit. Sie schätzt die Wirkung für das Kollegium sehr positiv ein. Allerdings sieht sie an unserer Schule unter den gegebenen Voraussetzungen keine Möglichkeiten, einen 60-Minuten-Takt umzusetzen.
  • Vorläufig verbleiben wir nun erst einmal bei dem 45-Minuten-Modell und arbeiten am Förderband weiter nach Plan.
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