23.02.2010 - Förderband und Stundenplan

Aus Schulentwicklung

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Protokoll

Treffen der Steuergruppe

Thema: Planung 60-Minuten-Takt und Förderband

Datum: 23.02.2010

Anwesend: EB, SH, BO,UH, TD

Beginn: 14:55 Uhr

Ende: 16:20 Uhr


Top 1 – Förderband, Platzierung im Stundenplan


Zwei verschiedene Modelle zur Einbindung eines Förderbandes von 30 Minuten täglich wurden in der vorherigen Sitzung entwickelt. Beide Modelle haben ihr Für und Wider. Für eine Entscheidung wurden diese Punkte gesammelt.


Förderband zum Start“


Contra:

  • Eventuell ergeben sich so mehr Springstunden für den Einzelnen.
  • Man hat keine Möglichkeit mit der kompletten Klasse in den Morgen zu starten.

Pro:

  • Mittendrin bringt mehr Unruhe.
  • Vorteile für Vertretungen die sich so leichter organisieren lassen.
  • Wenn Busse zu spät kommen, stört es den regulären Unterricht weniger.
  • Wir haben noch eine gemeinsame Pause mit der Realschule.
  • Schüler haben hier eine Möglichkeit, langsam in den Trott zu kommen.

Förderband nach zweiter Stunde“


Contra:

  • Man sieht als Klassenlehrer Klasse erst später am Tag.
  • Bei Klassenarbeiten in der ersten Stunde, muss man je nach Jahreszeit immer mit verspäteten Bussen rechnen.

Pro:

  • Wir können uns so komplett von der Pausenregelung der Realschule lösen.
  • weniger Springstunden
  • Fachstunden kann man früh besser machen
  • Klassengemeinschaft zu Beginn
  • Das Förderband ist eine ruhige Phase im Laufe des Morgens

 Beschluss: Wir hängen die beiden Stundenschemata aus und die Argumente und lassen das Kollegium die Argumente ergänzen.


Top 2 – Stundentafel für Lehrkräfte


Ein exemplarischer Stundenplan wird erstellt für eine Vollzeit- und eine Halbzeitkraft – übernimmt (mit )


Top 3 – Strukturierung des Förderbandes


  • Im Förderband soll an einem Tag Zeit für Klassenlehrergeschäfte sein. Das soll der Mittwoch sein, da er in der Mitte der Woche liegt.
  • Gegen ein Förderband mit einem Thema täglich über eine längere Zeit spricht auch die Eintönigkeit.
  • Für zwei Themen im Wechsel spricht, dass man Abwechslung hat. Es gibt eine Pause im Lernen, nach der man dann das Thema wieder aufgreift.
  • Wir halten es für am sinnvollsten, wenn wir zwei Förderthemen pro Förderperiode haben.
  • Außerdem ist es so möglich, Teilzeitkräften den ihnen zustehenden freien Tag zu ermöglichen.
  • Gefördert wird vorerst nur in den Hauptfächern. Neigungsförderung kommt später.
  • Wir beginnen mit einem möglichst einfachen Modell des Förderns, um den Einstieg für alle einfach zu machen.
  • Wir fördern in Doppeljahrgangsstufen, gemäß dem Leitbild jahrgangsübergreifend. Die Fachschaften erarbeiten entsprechend Themen für das Fördern.
  • Die Zeitdauer der Förderperioden wird jeweils flexibel an den Lauf des Schuljahres angepasst. Themen werden auch entsprechend der Länge einer Förderperiode angeboten. Die Förderperioden werden zu Schuljahresbeginn festgelegt.
  • Eine Förderperiode dauert mindestens vier Wochen. So kommt man auf ca. 10 Förderthemen pro Schuljahr.
  • Die Themenschwerpunkte werden vorab erarbeitet und dann auf die Förderperioden des Schuljahres verteilt.
  • In der ersten Schulwoche ist im Förderband komplett Klassenlehrerzeit. Das eigentliche Förderband beginnt ab der zweiten Woche.
  • Wir müssen nach Hochrechnungen für das Schuljahr 2010/2011 von Fördergruppen mit 13 bis 15 Schülern ausgehen, wenn alle Vollzeitkräfte und ein Teil der Teilzeitkräfte eingebunden sind, und die Schulleitung als Vertretungsreserve außen vor bleibt.

Top 4 – Zuweisung von Schülern zu (thematischen) Fördergruppen


  • Zunächst werden die Schüler von den Lehrern in die Fördergruppen geschickt. Lehrer entsenden nach Rücksprache mit den Schülern.
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Hier kam die Diskussion der Teilnehmer noch zu keinem Ergebnis. Es soll ein handhabbares, nicht zu komplexes Verfahren erarbeitet werden. Eine gewisse Systematik und Nachhaltigkeit sollte gewährleitstet sein.


Eine Idee, die im Raum schwebte sah wie folgt aus:


  • Für jedes der drei Hauptfächer werden, zehn Schwerpunkte (Förderschwerpunkte/ Inhaltsschwerpunkte) erarbeitet.
    • Davon stammen 5 aus dem vorherigen Schuljahr
    • Es ergeben sich so für jedes Schuljahr für jedes der drei Hauptfächer Listen mit Schwerpunkten.
  • Für jeden Schüler werden am Ende des Schuljahres/ Halbjahres die Listen vom Fachlehrer abgehakt (große Defizite/ kleine Defizite/ keine Probleme).
  • Diese drei Listen für die Hauptfächer sind mit eventuell einem Begleitblatt die Förderempfehlung. Jeder Schüler erhält diese Förderempfehlung.
  • Auf der Basis dieser Listen entsteht ein Förderportfolio.
  • Der Klassenlehrer teilt seine Schüler entsprechend dem Portfolio im Laufe des Halbjahres den verschiedenen thematischen Fördergruppen zu.
  • Der Förderlehrer bewertet den Erfolg oder Misserfolg der Förderung abschließend im Förderportfolio.
  • Fünfer werden im ersten Halbjahr anhand von Empfehlungen der Grundschule/ Zeugniseintragungen und von diagnostischen Tests (Hamburger Schreibprobe und Rechentest) gefördert.
    • Die Förderempfehlungen der Grundschule könnten nach einem ähnlichen Raster erfolgen und über abgewickelt werden, wenn sie die Grundschulen besucht.

Auf den Folgeseiten findet sich ein Muster, wie so ein Förderportfolio vielleicht aussehen könnte. Wenn man ein solches Blatt für ein Halbjahr erstellt, kann die Zahl der Themen reduziert werden auf vermutlich 5. Das wäre aber von der Systematik noch zu überlegen.

Der Fachlehrer füllt das Blatt am Halbjahresende aus und es landet in der Fördermappe. Eine Kopie davon geht an die Eltern mit einem Beiblatt als Förderempfehlung.

Ich finde, die Sache vereinfacht das Schreiben einer Förderemfehlung für die Hauptfächer sehr. Für die Nebenfächer oder Anmerkungen wie „müsste aktiver am Unterricht teilnehmen“ oder „sollte die häusliche Vorbereitung verbessern“ wäre Platz auf dem Begleitblatt.


Auf dem ersten Blatt ist dargestellt, wie der Englischfachlehrer am Ende der Klasse 5 das Blatt ausgefüllt hat. Der Klassenlehrer schickt den Schüler daraufhin im Laufe des ersten Halbjahres in die entsprechenden Fördergruppen.

Auf der letzten Seite ist das Blatt dargestellt, wie es am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 6 aussehen könnte. Die Förderlehrer dokumentieren hier Erfolg oder Misserfolg ihrer Arbeit mit dem Schüler.


Datei:Foerder1.png

Datei:Foerder2.png

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